<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Weiterbildung &#8211; Peter Dern Consulting</title>
	<atom:link href="https://peter-dern.com/kategorie/weiterbildung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://peter-dern.com</link>
	<description>Zukunftsfähig werden. Erfolgreich bleiben.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 05 Nov 2024 17:38:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://peter-dern.com/wp-content/uploads/2024/08/cropped-Favicon-Peter-Dern-neu-32x32.png</url>
	<title>Weiterbildung &#8211; Peter Dern Consulting</title>
	<link>https://peter-dern.com</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Berufsbildungsbericht 2024: Herausforderungen und Chancen für die duale Ausbildung in Deutschland</title>
		<link>https://peter-dern.com/berufsbildungsbericht-2024-herausforderungen-und-chancen-fuer-die-duale-ausbildung-in-deutschland/</link>
					<comments>https://peter-dern.com/berufsbildungsbericht-2024-herausforderungen-und-chancen-fuer-die-duale-ausbildung-in-deutschland/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 17:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peter-dern.com/?p=239235</guid>

					<description><![CDATA[Der Berufsbildungsbericht 2024 zeigt, dass die duale Ausbildung in Deutschland vor großen Herausforderungen steht: Obwohl die Nachfrage um 3,2 % gestiegen ist, bleiben 73.400 Ausbildungsplätze unbesetzt. In meinem neuen Blogbeitrag beleuchte ich die Ursachen, wie regionale Ungleichgewichte und den wachsenden Wettbewerb durch akademische Bildung. Gleichzeitig diskutiere ich Lösungsansätze, um die Attraktivität der dualen Ausbildung zu steigern und zukünftigen Fachkräftemangel zu bekämpfen. Erfahren Sie mehr darüber, wie das duale System fit für die Zukunft gemacht werden kann!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In dieser Woche wurde der neue <strong>Berufsbildungsbericht 2024</strong> von der Bundesregierung veröffentlicht, und er hält wichtige Einblicke in den Zustand der beruflichen Bildung in Deutschland bereit. Während die Nachfrage nach dualer Ausbildung erfreulicherweise gestiegen ist, zeigt der Bericht auch große Herausforderungen auf, die nicht nur die Ausbildungssuchenden, sondern auch Unternehmen und Bildungsträger betreffen. Die duale Ausbildung als eine zentrale Säule der deutschen Bildungslandschaft steht vor strukturellen Fragen, die tiefgehende Veränderungen erfordern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Lage der dualen Ausbildung im Überblick</h3>



<p>Laut dem aktuellen Bericht stieg die Nachfrage nach dualen Ausbildungsplätzen um <strong>3,2 Prozent</strong> im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein positives Zeichen dafür, dass viele junge Menschen nach wie vor die Vorzüge des dualen Systems schätzen, das Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Diese steigende Nachfrage kann als Indikator für das hohe Ansehen der dualen Ausbildung im Arbeitsmarkt gewertet werden.</p>



<p>Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt ein zentrales Problem bestehen: <strong>die hohe Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen</strong>. So meldet der Bericht, dass im Jahr 2024 rund <strong>73.400 Ausbildungsplätze</strong> unbesetzt blieben – ein alarmierender Höchststand, der auf verschiedene strukturelle Probleme hinweist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum bleiben so viele Ausbildungsplätze unbesetzt?</h3>



<p>Die Gründe für die unbesetzten Ausbildungsplätze sind vielfältig und zeigen, dass das Problem nicht allein auf dem Desinteresse der Jugendlichen basiert:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Regionale Ungleichgewichte</strong>: In ländlichen Regionen bleibt eine Vielzahl von Ausbildungsstellen unbesetzt, während in städtischen Gebieten mehr Nachfrage als Angebot besteht. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass viele Unternehmen, insbesondere im Handwerk und im Mittelstand, dringend benötigte Nachwuchskräfte nicht finden.</li>



<li><strong>Berufliche Präferenzen</strong>: Bestimmte Ausbildungsberufe genießen weniger Popularität, was oft auf veraltete Vorstellungen oder mangelnde Informationen über Karrieremöglichkeiten zurückzuführen ist. Viele junge Menschen streben verstärkt nach Berufen mit akademischem Abschluss, obwohl eine Karriere mit Lehre in vielen Branchen hohe Verdienstaussichten und Aufstiegschancen bietet.</li>



<li><strong>Anforderungen und Qualifikationslücken</strong>: Viele Unternehmen beklagen, dass Bewerberinnen und Bewerber oft nicht die nötigen Qualifikationen oder schulischen Voraussetzungen mitbringen. Hier liegt die Herausforderung nicht nur in der beruflichen Bildung, sondern beginnt bereits in der schulischen Ausbildung und der Berufsorientierung.</li>



<li><strong>Wettbewerb durch Hochschulen</strong>: Der starke Ausbau des Hochschulsystems und die Betonung akademischer Karrierewege hat dazu geführt, dass viele Jugendliche zunächst ein Studium beginnen – oft ohne sich über alternative Bildungswege wie die duale Ausbildung ausreichend zu informieren.</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading">Chancen und Lösungsansätze: Wie kann die duale Ausbildung gestärkt werden?</h3>



<p>Um das duale Ausbildungssystem nachhaltig zu stärken und die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze zu reduzieren, sind verschiedene Maßnahmen denkbar:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Attraktivität des Ausbildungsberufs steigern</strong>: Durch gezielte Informationskampagnen und Berufsorientierung sollte das Bewusstsein für die vielfältigen Möglichkeiten einer dualen Ausbildung gestärkt werden. Initiativen, die die gesellschaftliche Wahrnehmung von Ausbildungsberufen fördern und jungen Menschen berufliche Perspektiven aufzeigen, können hierbei eine entscheidende Rolle spielen.</li>



<li><strong>Regionale Ausbildungsförderung</strong>: Um regionale Disparitäten abzubauen, könnte eine stärkere Förderung der Mobilität von Auszubildenden oder die Schaffung regionaler Ausbildungszentren hilfreich sein. Hier könnten finanzielle Unterstützungen für Fahrtkosten oder Wohnmöglichkeiten junge Menschen zur Aufnahme einer Ausbildung außerhalb ihrer Heimatregion motivieren.</li>



<li><strong>Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen</strong>: Durch frühzeitige Kooperationen könnten Schulen und Unternehmen gemeinsam an der Vorbereitung potenzieller Auszubildender arbeiten. Praktika, duale Schnuppertage und verstärkte Berufsberatung könnten helfen, jungen Menschen die Vielfalt und das Potenzial der Ausbildungsberufe näherzubringen.</li>



<li><strong>Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte</strong>: Die beruflichen Anforderungen ändern sich durch Digitalisierung und neue Technologien stetig. Unternehmen und Bildungseinrichtungen sollten ihre Ausbildungsinhalte laufend anpassen, um Ausbildungsberufe attraktiver und zeitgemäß zu gestalten.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: Der Berufsbildungsbericht als Impuls zur Weiterentwicklung</h3>



<p>Der Berufsbildungsbericht 2024 zeigt, dass die duale Ausbildung in Deutschland nach wie vor großes Potenzial hat, jedoch auch auf strukturelle Herausforderungen stößt. Es ist notwendig, dass Politik, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen gemeinsam an der Zukunft des dualen Systems arbeiten, um dessen Attraktivität und Effizienz zu steigern. Nur so kann die duale Ausbildung weiterhin ein Erfolgsmodell bleiben und den Fachkräftemangel langfristig verringern.</p>



<p>Wir stehen an einem Punkt, an dem neue Denkansätze und verstärkte Kooperationen erforderlich sind. Die duale Ausbildung kann durch gezielte Maßnahmen und eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung wieder an Bedeutung gewinnen und jungen Menschen eine aussichtsreiche Perspektive bieten. Der Berufsbildungsbericht 2024 gibt hierfür wertvolle Anregungen und zeigt zugleich auf, dass Veränderungen notwendig sind, um die berufliche Bildung in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://peter-dern.com/berufsbildungsbericht-2024-herausforderungen-und-chancen-fuer-die-duale-ausbildung-in-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum die Weiterbildungsbranche klassische Unternehmensberater meidet. Und umgekehrt.</title>
		<link>https://peter-dern.com/warum-die-weiterbildungsbranche-klassische-unternehmensberater-meidet-und-umgekehrt/</link>
					<comments>https://peter-dern.com/warum-die-weiterbildungsbranche-klassische-unternehmensberater-meidet-und-umgekehrt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 14:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peter-dern.com/?p=238825</guid>

					<description><![CDATA[Die deutsche Weiterbildungsbranche kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">So etwas funktioniert hier nicht!</h2>



<p>Die deutsche Weiterbildungsbranche kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus.</p>



<p>Der Markt ist stark gesättigt mit Anbietern, die alle um die gleichen Kunden werben. Es ist schwierig, sich von der Konkurrenz abzuheben und einen eigenen USP zu etablieren. Zudem drängen verstärkt globale e-Learning-Plattformen wie Skillsoft, Udemy, Coursera oder LinkedIn Learning in den Markt.</p>



<p>Gerade ist Corona endgültig „verdaut“ und man hat virtuelle und hybride Schulungsformate etabliert (und reichlich in Infrastruktur investiert), da lässt die aktuelle Wirtschaftskrise Firmenkunden zögern – deren erste Einsparungen gehen immer auf Kosten von Aus- und Weiterbildung und Marketing. Wohl dem, der öffentlich geförderte Kurse anbietet: der Staat hat (noch) Geld dafür.</p>



<p>Dafür droht dieser mit heftigen Nachzahlungen an Sozialversicherungsbeiträgen wegen angeblicher Verstöße gegen die Scheinselbständigkeitsregelungen bei beauftragten freiberuflichen Trainern. Apropos Lehrkräfte: für die Branche es wird immer schwerer, gute Trainerinnen und Trainer zu finden.</p>



<p>Und zu alldem gesellt sich noch KI hinzu, was für bestimmte Schulungsinhalte ein ähnlicher Killer werden könnte wie seinerzeit Wikipedia für den Brockhaus. Stichwort: Bedrohung durch Ersatzprodukte – Michael Porter lässt grüßen.</p>



<p>Solche Krisen rufen nach externer Hilfe, nach Unternehmensberatung. Interessanterweise findet das aber kaum statt. Ich sehe dafür drei Gründe:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Der Markt ist für McKinsey &amp; Co (noch) nicht lukrativ genug, die Branche würde die üblichen hohen Tagessätze nicht zahlen wollen oder können</li>



<li>Unternehmer und Geschäftsführer der Weiterbildungsbranche neigen zu der Mentalität „das weiß ich selbst am besten, das kriege ich schon hin“. Womit sie gar nicht mal so Unrecht haben, denn – und das ist Punkt 3:</li>



<li>Die Mackies und Roland Bergers dieser Welt haben nur wenig Kenntnis über die Weiterbildungsbranche. Vor allem wegen Punkt 1.</li>
</ol>



<p>Trotzdem täte Beratung Not. Nur muss sie anders erfolgen als nach dem Vorgehensmodell der klassischen Unternehmensberater. Es braucht den Blick auf Details, auf die Besonderheiten, die jedes Unternehmen der Branche hat. Und es braucht zwingend das Knowhow der Profis in der Branche. Aus meiner Sicht funktioniert deshalb nur der systemische Beratungsansatz: der Klient „weiß“ eigentlich schon, was zu tun ist, es ist ihm nur nicht „vollständig bewusst“.</p>



<p>Genau dafür braucht es Berater und Coaches, die wie Hebammen helfen, die Lösung zu finden. Und nicht mit „vorgefertigten“ Strategien und Antworten aufkreuzen. Sondern die die richtigen Fragen stellen (wozu sie die Branche aber kennen müssen) und dem Management der Unternehmen helfen, die richtigen Antworten zu finden.</p>



<p>Und das klappt am besten mit Design Thinking, angewendet auf die Weiterbildungsunternehmen. Wie das genau funktioniert, das schauen wir uns in diesem Newsletter an. Neben vielen weiteren spannenden Themen rund um strategisches Management und Business Development in dieser sehr speziellen Branche.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://peter-dern.com/warum-die-weiterbildungsbranche-klassische-unternehmensberater-meidet-und-umgekehrt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kehrseite von Zertifizierungen in der Weiterbildungsbranche</title>
		<link>https://peter-dern.com/die-kehrseite-von-zertifizierungen-in-der-weiterbildungsbranche/</link>
					<comments>https://peter-dern.com/die-kehrseite-von-zertifizierungen-in-der-weiterbildungsbranche/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 14:13:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peter-dern.com/?p=238823</guid>

					<description><![CDATA[In der Weiterbildungsbranche ist die Qualität der Angebote von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass Lernende hochwertige Aus- und Weiterbildungen erhalten können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ein Blick hinter die Kulissen.</h2>



<p>In der Weiterbildungsbranche ist die Qualität der Angebote von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass Lernende hochwertige Aus- und Weiterbildungen erhalten können. Gängige Methoden zur Qualitätssicherung ist die Zertifizierungen nach AZAV (die vom Gesetzgeber für öffentlich geförderte Maßnahmen vorgeschriebene) ist oder die ISO 9001. Diese Zertifizierungen sollen garantieren, dass Weiterbildungseinrichtungen bestimmte Standards erfüllen. Doch während sie zweifellos Vorteile bieten, gibt es auch eine Kehrseite der Medaille, die oft übersehen wird.</p>



<p>Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass diese Zertifizierungen (jedenfalls so, wie sie zurzeit gelebt werden) innovationsschädlich sind und dringend reformiert werden sollten.</p>



<p>Ein Zertifizierungsverfahren einzuführen und aufrechtzuerhalten, ist mit erheblichem bürokratischem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Kleinere Weiterbildungseinrichtungen können sich dies oft nicht leisten, was zu einer Konzentration auf größere Anbieter führt und die Vielfalt der Bildungslandschaft beeinträchtigt. Dabei es sind oft gerade die kleineren Unternehmen, die mit neuen Ideen und frischem Wind auf den Markt treten. Für sie sind Zertifizierungszwänge Eintrittsbarrieren.</p>



<p>Zertifizierungen wie AZAV und ISO 9001 legen Standards fest, die im Umkehrschluss zu einer Standardisierung der Bildungsangebote führen. Dies hat aber zur Folge, dass die Individualität und Flexibilität in der Lehre verloren gehen, da Bildungsanbieter bestrebt sind, die Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen, anstatt sich auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Lernenden zu konzentrieren.</p>



<p>Ein weiteres Problem besteht darin, dass Zertifizierungen mehr Wert auf die Einhaltung von Prozessen legen als auf die tatsächlichen Ergebnisse und den Lernerfolg der Teilnehmer. Dies kann dazu führen, dass der eigentliche Zweck der Weiterbildung, nämlich das Erreichen von Bildungszielen, aus den Augen verloren wird.</p>



<p>Außerdem sind Normen und Standards ziemlich starre Gebilde. Sie haben ja ihren Sinn gerade darin, verbindliche „Regeln“ für längere Zeiträume aufzustellen. Und damit haben sie per Definition Schwierigkeiten, sich schnell genug an sich ändernde Anforderungen und Entwicklungen in der Weiterbildungslandschaft anzupassen. Dies muss zwangsläufig dazu führen, dass die Zertifizierungen veraltet sind, kaum dass sie eingeführt wurden. Natürlich werden die Normen und Standards selbst auch immer wieder angepasst. Aber das findet systembedingt stets im Nachgang statt, ist immer reaktiv. Und damit immer eine Bremse Innovation. OK, es gibt Leute, die sagen, dass Regeln (oder Verbote) auch dazu führen können, dass Firmen innovativ werden, weil sie ohne diese Impulse nichts unternehmen würden. Das stimmt – im Sinne von „wie können wir <strong>trotz</strong> dieser Vorgaben oder Einschränkungen erfolgreich sein?“ Und in manchen Situationen kann daraus tatsächlich etwas entstehen, was ohne den „Druck“ der Behörden nie passiert wäre, wenn man nur das freie Spiel der Kräfte auf dem Markt hätte wirken lassen. Aber das sind Ausnahmen, wie im Bereich der Klimapolitik, der Schaffung von Chancengleichheit beim Aufeinandertreffen großer wirtschaftspolitischer Unterschiede (Bsp. große Unterschiede bei Sicherheitsstandards oder Staatssubventionen). In den meisten Fällen sind Regulierungen oder Zertifizierungen aber natürliche Antagonisten zur freien Ideenentfaltung und zu Try- an Error, was für Innovationen unumgänglich ist.</p>



<p>Deshalb führt die Notwendigkeit, Zertifizierungsstandards einzuhalten, in der Bildungsbranche zwingend zu einem Hemmnis für Innovation und Fortschritt.</p>



<p>Dummerweise sind wir in unserem Land aber gerade auf Innovation und Fortschritt zwingend angewiesen. Und dafür braucht es auch Aus- und Weiterbildung. Und zwar richtig gute Aus- und Weiterbildung. Zeitgemäße Aus- und Weiterbildung. Innovative Aus- und Weiterbildung. Und nicht nur standardisierte, prozessgenormte Aus- und Weiterbildung. Und deshalb braucht es meines Erachtens dringend ein neues Verständnis über die wahre Bedeutung von AZAV und IS0 9001. Und Überlegungen, wie wir die auch in der Weiterbildungsbranche zwingend benötigte Innovation besser voranbringen können. Oder sie zumindest nicht behindern.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://peter-dern.com/die-kehrseite-von-zertifizierungen-in-der-weiterbildungsbranche/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die tödliche Gefahr Scheinselbständigkeit</title>
		<link>https://peter-dern.com/die-toedliche-gefahr-scheinselbstaendigkeit/</link>
					<comments>https://peter-dern.com/die-toedliche-gefahr-scheinselbstaendigkeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Dern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 14:11:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peter-dern.com/?p=238817</guid>

					<description><![CDATA[Die deutsche Weiterbildungsbranche steht vor einem gravierenden Problem: Angebliche Scheinselbstständigkeit unter Trainern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Heute ein profitables Schulungsunternehmen, morgen insolvent.</h2>



<p>Die deutsche Weiterbildungsbranche steht vor einem gravierenden Problem: Angebliche Scheinselbstständigkeit unter Trainern.</p>



<p><strong>Was ist Scheinselbstständigkeit?</strong></p>



<p>Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn jemand formal selbstständig tätig ist, aber tatsächlich in einem abhängigen Arbeitsverhältnis steht. In der Praxis bedeutet dies, dass in Weiterbildungsunternehmen Trainer zwar als Freiberufler geführt werden, aber wie Arbeitnehmer betrachtet werden.</p>



<p>Das Drama nahm seinen Anfang mit einem Urteil zur Beschäftigung von Musiklehrern und bedroht jetzt die komplette Weiterbildungsbranche. Siehe dazu auch das Urteil von Bundessozialgericht aus dem Jahr 2022 (<a href="https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2022/2022_06_28_B_12_R_03_20_R.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2022/2022_06_28_B_12_R_03_20_R.html</a>), zu dem es zahlreiche Kommentare und Medienberichte im Internet gibt (z.B. <a href="http://www.rkb-recht.de/Scheinselbstständigkeit_von_Dozenten_und_Coaches_im_Dienst_großer_Bildungsträger.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.rkb-recht.de/Scheinselbstständigkeit_von_Dozenten_und_Coaches_im_Dienst_großer_Bildungsträger.html</a>)</p>



<p><strong>Was auf den ersten Blick wie ein “technisches” oder “bürokratisches” Problem anmutet, ist in Wirklichkeit eine ernste, unter Umständen lebensbedrohliche Situation für die Branche.</strong></p>



<p>Weiterbildungsunternehmen, die nach Auffassung der Rentenversicherung Scheinselbstständige einsetzen, riskieren hohe Bußgelder und Nachzahlungen für Sozialversicherungsbeiträge. Das kann unmittelbar in die Insolvenz führen.</p>



<p>Mit diesem Blogbeitrag will ich nicht nur auf das Problem aufmerksam machen, sondern auch eine Diskussion anstoßen, wie Sie als Unternehmer und/oder Geschäftsführer eines Weiterbildungsunternehmens mit dieser Situation umgehen.</p>



<p>Die wichtigste Frage in dem Zusammenhang ist:</p>



<p>Welche Maßnahmen können Weiterbildungsunternehmen ergreifen (außer Rückstellungen zu bilden), um der damit verbundenen Bedrohung garantiert zu entkommen?</p>



<p>Die Antwort lautet leider: nicht sehr viel. Das Problem ist das Wörtchen „garantiert“. Klar, handwerkliche Fehler, die bei einer Prüfung sofort das Urteil „Scheinselbständig“ nach sich ziehen, müssen vermieden werden. Aber selbst eine super scharfe Trennung im Umgang mit eigenen Dozenten und externen Trainern, perfekt gestaltete Rahmen- oder Individualverträge mit den freiberuflichen Lehrkräften oder Limits (z.B. wie viele Schulungstage ein Freiberufler pro Jahr leisten darf) sind keine Garantie! Es kommt am Ende immer auf Einzelfallprüfung an.</p>



<p>Wir diskutieren dieses Thema zurzeit sehr intensiv bei der eato, dem Verband der marktrelevanten B2B orientierten Weiterbildungsorganisationen der D/A/CH-Region und angrenzende Länder (<a href="http://www.eato.eu" target="_blank" rel="noopener">www.eato.eu</a>). Sobald sich wichtige Neuerungen ergeben, werde ich diese im vorliegenden Blogbeitrag ergänzen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://peter-dern.com/die-toedliche-gefahr-scheinselbstaendigkeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
